Bilderwut – Oliviero Toscani


Porträt des italienischen Fotografen Oliviero Toscani, der mit seinen Benetton-Kampagnen die Werbung revolutioniert hat.

Wer erinnert sich nicht an das großformatige Werbeplakat mit dem Blut durchtränkten T-Shirt eines kosovarischen Soldaten? Oder an die überdimensionalen Plakate, die ein magersüchtiges Model zeigten und zur Modemesse in Mailand 2007 plakatiert wurden? Oder die weiß gekleidete Nonne, die einen schwarz gekleideten Priester küsst?

Krieg, Magersucht, Zölibat – Reizthemen in Bilder gefasst, die auf der ganzen Welt heftig diskutiert wurden. Sie alle stammen von Oliviero Toscani, dem Vorreiter gezielter Anti-Werbung.

Der Film stellt den heute 68-Jährigen Italiener vor. Er zeigt den vom Bauhaus beeinflussten Künstler, dessen Karriere mit Mode-Shootings für Firmen wie Fiorucci und Armani begann. Und den Privatmann, der sich 2001 mit Benetton überworfen hat und seitdem auf eigene Faust Werbekampagnen jenseits des Mainstream initiiert, die immer wieder für heiße Diskussionen sorgen.

Der Film beleuchtet Toscanis Biographie, spricht mit ihm über seine Visionen und schaut ihm bei der Entstehung aktueller Arbeiten über die Schulter.

Buch & Regie: Peter Scharf & Katja Duregger
Kamera: Steffen Bohn
Ton: Hank Trede, Tim Pattberg
Schnitt: Oliver Held
Redaktion: Sabine Rollberg
Produktion: Bildersturm Film GmbH

Der Film wurde für zahlreiche internationale Filmfestivals ausgewählt: Asolo Art Film Festival 2010, Edizione XXIX, Asolo, Italien International Film Festival of Fine Arts 2010, Szolnok, Ungarn 19th Hot Springs Documentary Film Festival 2010, Hot Springs, Arkansas, USA UNAFF - United Nations Associations Film Festival 2010, Stanford, USA DOC FEST 2010 - Documentary Film Festival, Rom, Italien CAMERA OBSCURA 2010- Reportage Art Festival, Bydgoszcz, Polen FIFA 2011 - 29th International Festival of Films and Art, Montreal, Kanada 9th In The Palace – International Short Film Festival, Balchik, Bulgarien Napoli Film Festival, Neapel, Italien Artloop Festival, Sopot, Polen

45 Min, ARTE / WDR 2010